Holzwurm Nr. 16 – «Im Sanierungsmarkt wird sich der Holzbau auch in Zukunft erfolgreich behaupten können»

Die Umsetzung einer nachhaltigen Klima- und Energiepolitik setzt energieeffiziente Gebäude voraus. Viele Wohnbauten weisen jedoch energetische Defizite auf – und müssen deshalb saniert werden. Auch im Sanierungsmarkt kann sich der Holzbau behaupten können – heute und in Zukunft.

Ihr Nik Stuber

Energetische Sanierung und Wohnraumerweiterung

Seit jeher plant, baut und nutzt der Mensch Gebäude jeglicher Art, um sich vor klimatischen Unwägbarkeiten und schädlichen äusseren Einflüssen zu schützen und um sich einen angenehmen Innenraum zu schaffen. Jedes Gebäude hat deshalb die Bedürfnisse seiner Bewohner zu befriedigen und ihnen Behaglichkeit zu garantieren. Ältere Gebäude wurden zu einer Zeit erbaut, als der Umgang
mit Energie tendenziell sorglos war. Sie sind deshalb regelrechte «Energiefresser» und erfüllen die heutigen Komfortansprüche nicht mehr. Im Laufe der Jahre kann es zu Alterungs-und Abnutzungserscheinungen kommen, Zugluft oder Lichtmangel machen sich bemerkbar oder – noch schlimmer – Tauwasser und Schimmel in der Konstruktion.

Die Aufrechterhaltung von Komfort und Behaglichkeit bestehender Gebäude kann nur im Rahmen eines umfassenden Sanierungskonzeptes gewährleistet werden. Bereits in der Planungsphase ist eine Liste mit allen Elementen zu erstellen, welche einer Verbesserung oder Erneuerung bedürfen, wie zum Beispiel:

  • Dämmung der Gebäudehülle (Dach, Fassaden, Kellergeschoss, Fenster)
  • Inneneinrichtungen (Anordnung von Wohnräumen, Küche, Toiletten und Badezimmer)
  • haustechnische Anlagen (mechanische Lüftung,zweckmässige Heizung, Sonnenenergie)
  • Dachgeschosse (Umnutzung, Ausbau, Aufstockung)
  • Gestaltung und Einrichtung von Aussenanlagen (Garten, Aussenhülle, zusätzliche Parkplätze)

Werden alle diese Punkte nicht im Rahmen eines Gesamtkonzeptes betrachtet und angegangen, sind Flickwerk-«Lösungen» vorprogrammiert. Der Einbau von effizienten neuen Fenstern kann zum Beispiel Kondensation und Schimmelpilz verursachen, wenn nicht gleichzeitig auch die Fassade saniert wird. Mit einem Konzept, welches das Gebäude in seiner Gesamtheit erfasst, lassen sich solche Klippen frühzeitig erkennen und problemlos umschiffen. Gerade die Holzwirtschaft bietet eine Vielzahl an innovativen Konstruktionslösungen für eine optimale Gebäudesanierung, dank der sich technische Details und logistische Abläufe vereinfachen lassen. Deshalb erstaunt es nicht, dass die Zahl der Sanierungen in Holzbauweise stark zunimmt.

Möchten Sie wissen was die energetische Sanierung bringt und wo dabei die Vorteile von Holz liegen? Lesen Sie den ganzen Artikel in unserem Magazin STAMM

Textquellen: Lignum (Umbauen, erneuern und erweitern – mit Holz), holzbau-schweiz.ch
Bilder: STUBER & CIE AG, istockphoto.com, fotolia.com